Stellungnahmen

Pfingstbewegung, charismatischen Bewegung und "Dritte Welle"

Wir bekennen,

  • dass ohne das Wirken des Heiligen Geistes niemand Jesus als Herrn bekennen kann ( 1Kor 12,3 ).
  • dass alle Gläubigen in ihrer Wiedergeburt mit dem Heiligen Geist getauft wurden ( 1Kor 12,13 Eph 1,13 ). Damit ist ihnen die ganze Ausrüstung zum geistlichen Wachstum in der Heiligung geschenkt worden.
  • dass jedem Christen befohlen wurde, ständig in der Fülle des Heiligen Geistes zu leben ( Eph 5,18 ).
  • dass nur durch die Kraft des Heiligen Geistes ein geistliches, fruchttragendes Leben im Sieg über die Sünde geführt werden kann ( Joh 15,5 ).
  • dass der Herr jedem Gläubigen Dienstgaben zur Erbauung der Gemeinde verliehen hat, wie Er will ( 1Kor 12,11 ).
  • dass die heilige Schrift vollständig ist und dass keine weiteren göttlichen Offenbarungen seit Vollendung des Kanons der Schrift gegeben wurden ( Offb 22,18-20 ).
  • dass die Praxis der (außerordentlichen) Charismen in der Pfingstbewegung, in der Charismatischen Bewegung und in der sogenannten "Dritten Welle" bemängelt und wegen ihres Widerspruchs zu der normativen Offenbarung der Bibel abgelehnt werden muss.

Hiermit wollen wir unsere Distanz zur Pfingstbewegung, zur Charismatischen Bewegung und zur "Dritten Welle" ausdrücken, ohne dabei die Echtheit des Glaubens noch die Aufrichtigkeit des Eifers von wahren Glaubensgeschwistern in diesen Bewegungen in Frage zu stellen.

Geistliche Kampfführung

Unsere Gemeinde ist sich bewusst, dass wir als Gläubige in einem geistlichen Kampf stehen, der, wie Paulus sagt, nicht gegen "Fleisch und Blut" ist, sondern gegen "Fürsten und Gewaltige" und gegen die "Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel" ( Eph 6,12 ).

Die sogenannte "geistliche Kampfführung", wie sie von Vertretern der neueren charismatischen Bewegung und der „Dritten Welle“ gelehrt wird, müssen wir jedoch entschieden ablehnen. Denn die Bibel fordert die Gläubigen nicht auf, den Teufel und seine Dämonen aufzuspüren und anzugreifen. Der Angreifende ist vielmehr Satan und seine dämonischen Mächte ( 1Petr 5,8 ), und der Gläubige ist aufgefordert, die ganze Waffenrüstung Gottes anzuziehen, damit er sich zur Wehr setzen kann ( Eph 6,10-11+13-18 1Petr 5,9 Jak 4,7 ).

Allversöhnungslehre

Die Allversöhnungslehre (und jegliche Form des Universalismus) beruht auf einer menschlichen Vorstellung von Gott. Gott wird als ein Gott der Liebe gesehen, der unmöglich einen Menschen zum ewigen Verderben in der Hölle verurteilen kann.

Die Bibel lehrt eindeutig, dass Erlösung nur durch die persönliche Heilaneignung, das heißt, den persönlichen Glauben an Jesus Christus geschieht (vgl. Joh 1,12 Joh 3,16 + Joh 3,36 Apg 4,12 usw.).
Die Bibel lehrt genauso eindeutig, dass Menschen ohne Jesus ewig verloren sind und dass es nach dem Tod des Menschen kein Erlösungsangebot mehr gibt. Das ewige Verlorensein ( Mt 18,8-9 Mat 25,41 + Mat 25,46 Mk 9,43-44 Lk 16,26-28 2Thes 1,9 Jud 7 Offb 20,10 + Offb 20,14-15 ) dauert genauso lange wie das ewige Leben ( Joh 3,15-16 Joh 10,28 Heb 5,9 Heb 9,12 Heb 10,10-14 ) und die Ewigkeit Gottes (vgl. Offb 4,9-10 Offb 10,6 Offb 11,15 Offb 15,7 ).

Ökumenische Bewegung

Unsere Gemeinde bekennt sich zur geistlichen, biblischen Einheit aller wahren Christen, ungeachtet der Konfession ( 1Kor 12,13 Eph 4,4 ). Sie distanziert sich aber von Versuchen, organisatorische Einheit christlicher Gruppierungen auf Kosten der biblischen Wahrheit zu produzieren.
Die Bibel lehrt sehr deutlich, dass die Gläubigen sich von Irrlehrern und allen Vertretern von Irrlehren absondern müssen ( Röm 16,17 2Kor 6,14 - 2Kor 7,1 2Thes 3,6 + 2Thes 3,14-15 2Tim 3,1-5 Tit 3,10 Jud 17-19 ).

Grundsätzliches

Die Bibel bezeugt, dass Jesus Christus den Menschen, der an Jesus glaubt, von aller Schuld und Sünde befreit und dass der, den der Sohn frei macht, recht frei ist (Joh 8,36). Bei der Wiedergeburt wird der Mensch ein Tempel Gottes ( Kor 3,16 Kor 6,19 ). Der Gläubige wird deshalb nicht von bösen Geistern, sondern vom Heiligen Geist bewohnt ( Röm 8,9 + Röm 8,14-16 1Kor 12,13 2Kor 1 , 2Kor 21-22 Eph 1,13-14 usw.).

Die Praxis der sogenannten „Okkultseelsorge“ und der damit verbundene Versuch, die Sünden der Gläubigen bösen Geistern zuzuschreiben, müssen wir als unbiblisch ablehnen. Wir werden von der Bibel nicht ermahnt, böse Geister auszutreiben, sondern die Sünde aus unserem Leben auszuräumen ( Röm 6,12-14 Röm 8,13 Eph 4,17-32 Kol 3,5-11 usw.).

Wie kam es zu einem Problem der "Okkultseelsorge"?

Das Problem entstand, weil okkulte Sünden in der Bekehrungspredigt oft nicht mehr als Sünden, die der Vergebung bedürfen, angesprochen werden. Das ist gefährlich, zumal der Okkultismus heute sehr an Bedeutung zunimmt. Sich von den Abgöttern und allen ihren Machenschaften abzuwenden war immer ein Teil lebendiger Bußpredigt ( Apg 19,19 Apg26,18 1Thes 1,9 ). Durch diese Evangelisationspraxis und allgemeine Wachstumsprobleme bei den Gläubigen ergibt sich eine große Grauzone für die sogenannte „Okkultseelsorge“.

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